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Rügen

Sehenswürdigkeiten auf Rügen

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Kultur & Sagen

Sagen um Hertha, Swantewit & den Klabautermann

Der Herthasee und die Herthaburg

Mitten im Buchenwald des Nationalparks Jasmund liegt der dunkle, fast kreisrunde Herthasee, an dessen Ufer sich der slawische Burgwall der Herthaburg erhebt. Der Sage nach soll hier die Göttin Hertha gewohnt und im See gebadet haben; die Diener, die ihr dabei zur Hand gingen, seien anschließend getötet worden, damit das Geheimnis der Zeremonie gewahrt blieb. Eine alte Überlieferung der Insel ist das allerdings nicht, sondern das Ergebnis einer gelehrten Fehllesung: Der Name „Hertha“ geht auf eine seit dem 16. Jahrhundert verbreitete falsche Deutung der Erdgöttin Nerthus aus Tacitus’ „Germania“ zurück und wurde dem zuvor schlicht „Borgsee“ genannten Gewässer erst später übergestülpt. Populär wurde die Sage ab dem 19. Jahrhundert mit dem aufkommenden Tourismus – erzählt wird sie bis heute, historisch belegt ist sie nicht.

Swantewit und die Tempelburg am Kap Arkona

Anders verhält es sich am Kap Arkona, wo Sage und gesicherte Geschichte ineinandergreifen. Auf dem Hochufer stand die Jaromarsburg, eine Tempelburg des slawischen Stammes der Ranen, gewidmet dem Gott Swantewit. Dass es diesen Kultort gab, ist historisch belegt: Die dänische Flotte unter König Waldemar I. und Bischof Absalon landete 1168 an der Nordspitze und nahm die Tempelburg nach mehrwöchiger Belagerung am 15. Juni 1168 ein. Das Heiligtum wurde zerstört, die hölzerne Götterstatue verbrannt, und die Ranen mussten zum Christentum übertreten. Was in den Bereich der Sage gehört, sind die Erzählungen über das Orakel des Swantewit und die Schätze des Tempels – die Eroberung selbst ist Geschichte.

Der Klabautermann der Ostsee

Wie überall an der Küste lebt auch auf Rügen die Seemannssage vom Klabautermann fort – jenem koboldhaften Schiffsgeist, der der Sage nach an Bord für Ordnung sorgt, vor Unglück warnt und nur dem unredlichen Seemann gefährlich wird. In den alten Fischerorten der Insel gehört er zum festen Bestand der Abendgeschichten.

Sehenswert

Geschichte & lohnende Stopps für Regentage

Von den Ranen zur schwedischen Zeit

Lange vor den Seebädern war Rügen slawisch geprägt: Die Ranen beherrschten die Insel vom Machtzentrum der Jaromarsburg am Kap Arkona aus, bis die Dänen 1168 dem ein Ende setzten. Über die Jahrhunderte wechselten die Herren – pommersche Herzöge, dann Schweden, das nach dem Dreißigjährigen Krieg große Teile Vorpommerns samt Rügen über mehr als 150 Jahre kontrollierte. Spuren dieser Schwedenzeit finden sich bis heute in Ortsnamen und Bauten Vorpommerns. Erst 1815 fiel die Region an Preußen.

Die Erfindung des Seebads

Der Aufstieg Rügens zum Reiseziel begann im frühen 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Seebäder. Mit dem wachsenden Bürgertum und der Bahnanbindung entstanden die mondänen Bäder Binz, Sellin und Göhren mit ihrer weißen Bäderarchitektur – ein Tourismus, der die Insel bis heute prägt.

Schlechtwetter-Ziele

Bei Regen bietet die Insel und ihr Umfeld dankbare Alternativen. Das Dokumentationszentrum in Prora beleuchtet die NS-Geschichte der Anlage und ist ein anspruchsvolles Indoor-Ziel. Das Jagdschloss Granitz lässt sich auch bei schlechtem Wetter besichtigen. Der wohl beste Regentag-Stopp liegt jedoch direkt vor der Insel in Stralsund: Das Ozeaneum und das Deutsche Meeresmuseum bieten Stunden trockenes Programm rund um Ostsee und Meere. Mit dem Königsstuhl-Zentrum gibt es zudem eine überdachte interaktive Ausstellung samt Multimedia-Kino.

Sehenswert

Kreideküste, Bodden und Mönchgut: Natur-Stopps am Wegesrand

Nationalpark Jasmund

Der Nationalpark Jasmund ist der kleinste Nationalpark Deutschlands: An der Kreideküste brechen weiße Felsen steil zur Ostsee ab, dahinter zieht sich der alte Buchenwald der Stubnitz, der seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder" gehört. Markantester Punkt ist der Königsstuhl, ein Kreidefelsvorsprung von rund 118 Metern Höhe; am Nationalpark-Zentrum führt seit 2023 der Skywalk als freitragende Aussichtsplattform über den Felsen. Der Königsstuhl ist nicht direkt anfahrbar: Geparkt wird am Sammelparkplatz in Hagen, von dort geht es per kostenpflichtigem Shuttle, Fahrrad oder zu Fuß weiter. Zwischen Parkplatz und Aussichtsplattform liegen Shuttle-Wartezeit und ein echter Fußweg; ein kurzer Zwischenstopp wird daraus nicht.

Bodden, Kraniche und Mönchgut

Ganz anders die Westseite: Hier prägt die Boddenlandschaft das Bild, ein Geflecht aus flachen Brackwassergewässern, das zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehört. Im Herbst sind die Bodden ein bedeutender Rastplatz für Kraniche, die hier zu Tausenden Station machen – beobachten lässt sich das von den Wegen und Aussichtspunkten am Ufer, ohne die Vögel aufzuscheuchen. Im Südosten liegt die Halbinsel Mönchgut, ein Biosphärenreservat mit Steilküsten, Heide und kleinen Fischerorten. Zwischen dem stillen Bodden und der offenen, windigen Ostsee liegen oft nur wenige Kilometer Straße.

Vier Landzungen, vier Fahrreviere

Auf der Karte sieht Rügen aus wie eine zusammenhängende Masse. Vom Sattel aus ist die Insel etwas anderes: ein Bündel getrennter Reviere, die alle an einem gemeinsamen Kern hängen. Der Raum um Bergen ist im Wesentlichen Verteilerfläche. Das eigentliche Fahren beginnt dort, wo eine Landzunge abzweigt, und jede von ihnen hat ihre eigene Logik.

Feldweg-Etappe auf Rügen
Feldweg-Etappe auf Rügen

Jasmund im Nordosten ist die einzige Ecke mit spürbarem Relief. Die Straßen steigen und fallen in langen Wellen, laufen durch geschlossenen Buchenwald und enden früher oder später an der Küste – in Sassnitz, in Lohme, an einem Parkplatz. Durch die Stubnitz führt keine öffentliche Durchgangsstraße; wer von Sagard an die Steilküste will, nimmt die Anbindungen über Hagen oder Lohme und fährt dieselben Kilometer zurück.

Wittow ganz im Norden ist das Gegenstück: baumarm, offen, landwirtschaftlich, mit Sichtweiten über mehrere Kilometer. Es gibt genau zwei Zugänge, die schmale bewaldete Nehrung im Osten und die Fähre im Süden. Wer einmal drauf ist, fährt lange gerade Abschnitte zwischen Feldern, auf denen im Sommer nach der Ernte gern Sand und Erde auf der Fahrbahn liegen – vor allem an Feldzufahrten und Kurvenausgängen.

Mönchgut im Südosten ist kleinteilig und endet ständig. Von der Achse über Baabe und Göhren zweigen kurze Stichstraßen nach Lobbe, Alt Reddevitz, Groß und Klein Zicker ab, unten läuft alles in Thiessow aus. Die Straßen sind schmal, die Ortsdurchfahrten eng, das Tempo niedrig. Man fährt hier nicht Runden, man fährt Zinken – hin und wieder zurück.

Landstraße auf Rügen mit Radarkuppel am Horizont
Landstraße auf Rügen mit Radarkuppel am Horizont

Zudar im Süden ist der stillste Teil der Insel und wird von vielen Rügen-Reisenden nie berührt. Wenig Tourismus, kaum Gastronomie, dafür lange leere Landstraßen durch Ackerland bis zur Südspitze. Für einen ruhigen Vormittag ist der Zudar die verlässlichste Adresse der ganzen Insel.

Die praktische Konsequenz aus dieser Struktur: Rügen-Tagestouren lassen sich selten als saubere Rundkurse planen. Wer alles mitnehmen will, fährt Stichstrecken mehrfach. Es ist sinnvoller, sich pro Tag eine Landzunge vorzunehmen und sie ganz auszufahren, statt drei anzureißen und zwischen ihnen Transitkilometer über den Inselkern zu verbrennen.

Das Nadelöhr am Strelasund

Der gesamte Kraftfahrzeugverkehr der Insel läuft über einen einzigen Punkt bei Stralsund, und dort liegen zwei sehr unterschiedliche Bauwerke nebeneinander. Der ältere Rügendamm aus den 1930er Jahren führt Straße und Bahn über den Dänholm; in seinem Verlauf liegt stadtseitig die Ziegelgrabenbrücke, eine bewegliche Klappbrücke. Wenn sie für die Schifffahrt geöffnet wird, steht der Straßenverkehr auf dieser Route – schlicht, weil die Fahrbahn dann nicht mehr durchgehend ist. Genau dieser Umstand war der Grund, die zweite Querung zu bauen: Die 2007 eröffnete Hochbrücke überspannt den Sund so hoch, dass sie nicht mehr geöffnet werden muss.

Für die Tourenplanung zweierlei. Erstens ist die Hochbrücke die berechenbare Verbindung, die alte Route dagegen die, auf der man ohne Vorwarnung stehen kann. Zweitens ist dieses Nadelöhr die einzige Stelle, an der sich der Inselverkehr wirklich staut – an Sommerwochenenden, wenn Anreise und Abreise zusammenfallen, kann sich die Kolonne weit auf die Zufahrten zurückstauen.

Fahrerisch ist die Hochbrücke kein Selbstläufer. Sie liegt völlig frei über dem Wasser, hat lange Rampen und ist bei Westwind eine der windigsten Passagen der Region. Dazu kommen Fahrbahnübergänge, die bei Nässe glatt sind, und Lkw-Verkehr, dessen Windschatten und Verwirbelungen auf einem leichten Motorrad deutlich spürbar werden. Mit hohem Gepäckaufbau oder Topcase hält man am besten die Spurmitte und nimmt Tempo heraus, statt sich an den Randstreifen drücken zu lassen.

Fähren als Abkürzung und als Routenwerkzeug

Zwei kleine Autofähren verändern die Streckenführung auf Rügen mehr, als ihre Größe vermuten lässt. Die Wittower Fähre überquert im Norden die schmale Wasserrinne zwischen dem Inselkern und der Halbinsel Wittow. Die Überfahrt ist kurz, sie erspart aber den kompletten Bogen über die östliche Nehrung – bei einer Tour, die im Westen der Insel beginnt und am Nordkap enden soll, ist das der Unterschied zwischen einer sinnvollen Runde und einer langen Rückfahrt auf bekannter Strecke.

Die Glewitzer Fähre im Süden verbindet Stahlbrode auf dem Festland mit dem Zudar. Sie ist die einzige Möglichkeit, die Insel unter Umgehung des Stralsunder Nadelöhrs zu erreichen oder zu verlassen. Wer aus Richtung Südosten anreist oder an einem vollen Sonntagnachmittag zurück aufs Festland will, hat hier eine echte Alternative – wobei die begrenzte Deckskapazität an Spitzentagen eine Warteschlange erzeugen kann, die den Zeitvorteil auffrisst. Beide Fähren nehmen Motorräder mit; verlässliche Fahrpläne und Tarife holt man sich tagesaktuell beim Betreiber, weil sie saisonal wechseln.

Ein paar Handgriffe gehören auf jede kleine Fähre. Das Stahldeck ist nass fast immer glatt, besonders auf der Auffahrrampe. Motorrad im ersten Gang abstellen, Seitenständer möglichst auf eine Unterlage, sonst rutscht er auf dem geriffelten Blech weg. Auf kurzen Überfahrten lohnt es sich, am Fahrzeug zu bleiben und den Helm aufzubehalten – man ist schneller wieder auf der Rampe, als man das Gepäck zumachen kann.

Ziele, an denen die Straße aufhört

Eine Eigenart Rügens irritiert viele beim ersten Besuch: Die bekanntesten Punkte der Insel sind mit dem Motorrad gar nicht erreichbar. Am Königsstuhl im Nationalpark endet die Anfahrt auf einem Sammelparkplatz bei Hagen, weiter geht es per Shuttle, Rad oder zu Fuß. Am Kap Arkona ist bei Putgarten Schluss; die letzten Kilometer zu den Türmen und hinunter nach Vitt legt man ohne Fahrzeug zurück. Die Waldwege der Stubnitz sind für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Am konsequentesten ist Hiddensee: Die Nachbarinsel ist für privaten Kraftfahrzeugverkehr komplett gesperrt und nur mit dem Fahrgastschiff erreichbar, unter anderem ab Schaprode im Westen Rügens. Das Motorrad bleibt am Festland zurück. Wer Hiddensee sehen will, plant dafür keinen Abstecher, sondern einen ganzen Tag ohne Bike ein – als Fahrziel taugt die Insel nicht, als Ruhetag im Tourenverlauf sehr wohl.

In der Praxis: Auf Rügen steht das Motorrad häufiger unbeaufsichtigt als in anderen Revieren, oft für mehrere Stunden auf großen Parkflächen. Helm ans Schloss, Gepäck abnehmen oder abschließbar mitführen, Kombi nicht offen über dem Sitz liegen lassen. Und im Zeitplan großzügig sein – zwischen Parkplatz und Aussichtspunkt liegen an mehreren dieser Ziele echte Fußwege, nicht hundert Meter.

Kap Arkona, Prora und die Seebäder: die Ziele auf Rügen

Kap Arkona – die Nordspitze

An der Nordspitze der Halbinsel Wittow liegt Kap Arkona mit seinem unverwechselbaren Turm-Ensemble. Der ältere, quadratische Schinkelturm wurde nach Plänen aus dem Umfeld Karl Friedrich Schinkels errichtet und ging 1828 in Betrieb; rund 19 Meter hoch, diente er bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Leuchtfeuer. Direkt daneben steht der größere, runde neue Leuchtturm, gebaut 1901/1902 und seit 1905 in Betrieb, etwa 35 Meter hoch. Hinzu kommt der Peilturm von 1927, ursprünglich eine Funkpeilstation für die Schifffahrt. Das Kap selbst ist autofrei: Geparkt wird im Dorf Putgarten, von dort erreicht man die Türme zu Fuß oder mit der „Arkona-Bahn", einem Bummelzug.

Fischerdorf Vitt

Nur einen kurzen Fußweg vom Kap entfernt liegt das winzige, denkmalgeschützte Fischerdorf Vitt – reetgedeckte Häuser in einer geschützten Senke, ohne durchgehenden Autoverkehr. Ein lohnender Abstecher, der den maritimen Charakter Nord-Rügens greifbar macht.

Seebäder und Bäderarchitektur

Die mondänen Ostseebäder der Insel zeigen die typische weiße Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts mit Veranden, Loggien und filigranen Holzschnitzereien. Binz ist das größte und lebhafteste Bad, Sellin berühmt für seine Seebrücke, dazu kommen Göhren und Baabe auf der Halbinsel Mönchgut. Die Strandpromenaden eignen sich gut als Einkehr- und Pausenpunkte, allerdings ist Parken in der Hochsaison hier am schwierigsten.

Prora – der Koloss

Bei Binz erstreckt sich der Koloss von Prora, ein etwa 4,5 Kilometer langer Gebäuderiegel, der zwischen 1936 und 1939 als NS-„Kraft-durch-Freude"-Seebad für 20.000 Urlauber geplant und begonnen, aber nie als solches fertiggestellt wurde. Heute ist ein Teil zu Ferienwohnungen, Museum, Dokumentationszentrum und einer Jugendherberge umgebaut. Die schiere Länge der Anlage ist auch vom Motorrad aus eindrucksvoll.

Jagdschloss Granitz

Auf einem der höchsten Punkte des Ostteils thront das Jagdschloss Granitz, ein neugotischer Bau aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein zentraler Aussichtsturm ist rund 38 Meter hoch; über eine gusseiserne Wendeltreppe erreicht man die Plattform mit weitem Rundblick über Wald, Bodden und Ostsee.

Rasender Roland

Als Foto-Stopp lohnt der Rasende Roland, eine historische Schmalspur-Dampfbahn mit 750 mm Spurweite, deren erster Abschnitt bereits 1895/96 eröffnet wurde. Sie verbindet bis heute Putbus über Binz und Sellin mit Göhren. An den kleinen Bahnhöfen lässt sich der dampfende Zug gut ablichten.

Stralsund – das Tor zur Insel

Direkt vor der festen Querung liegt die Hansestadt Stralsund, deren Altstadt gemeinsam mit Wismar zum UNESCO-Welterbe zählt. Backsteingotik, Hafen und das Meeresmuseum machen Stralsund zum natürlichen Auftakt jeder Rügen-Tour.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Königsstuhl & Kreideküste im Nationalpark Jasmund

Der 118 Meter hohe Kreidefelsen Königsstuhl ist das Wahrzeichen der Insel. Seit 2023 führt ein Skywalk-Rundweg über die Steilkante, ringsum steht der 2011 zum UNESCO-Welterbe erklärte Buchenwald.

Anfahrt
Über die B96 bis Sassnitz/Sagard, dann Landstraße Richtung Hagen und Lohme.
Motorrad-Parken
Motorrad auf dem Großparkplatz Hagen abstellen; die letzten rund 3 km zur Stubbenkammer sind tagsüber (8–20 Uhr) für Kfz gesperrt, weiter mit Shuttlebus, Rad oder zu Fuß.
Öffnungszeiten
Kreideküste und Hochuferweg frei zugänglich; Nationalpark-Zentrum Königsstuhl mit Skywalk kostenpflichtig.
Höhe/Aussicht
Kreidefelsen 118 m über der Ostsee; der Piekberg in der Stubnitz (161 m) ist die höchste Erhebung Rügens.
Nordstrand am Kap Arkona

Kap Arkona auf Wittow

An der 43 Meter hohen Steilküste stehen zwei Leuchttürme – der Schinkelturm von 1826/27 und der neue Turm von 1902 – dazu die Reste der slawischen Jaromarsburg. Direkt daneben das denkmalgeschützte Fischerdorf Vitt.

Anfahrt
Über die Halbinsel Wittow: Landweg über die Nehrung Schaabe oder mit der Wittower Fähre (Vaschvitz–Wittower Fähre), ab Altenkirchen weiter nach Putgarten.
Motorrad-Parken
Großer Parkplatz in Putgarten; die letzten rund 1,8 km zum Kap sind autofrei (zu Fuß, mit Kutsche oder Kap-Arkona-Bahn).
Öffnungszeiten
Steilküste und Kap frei zugänglich; Aufstieg in die Leuchttürme kostenpflichtig.
Höhe/Aussicht
Steilküste 43 m über der Ostsee; Aussicht von den Turmplattformen.

Jagdschloss Granitz

Das Jagdschloss von 1837–1846 krönt den Tempelberg über dem Buchenwald der Granitz. Über 154 gusseiserne Stufen im Mittelturm reicht der Blick bei klarer Sicht bis nach Usedom.

Anfahrt
Ab Binz Richtung Granitz; das Waldgebiet liegt zwischen Binz und Sellin.
Motorrad-Parken
Motorrad auf dem Waldparkplatz unterhalb des Schlosses; wer nicht laufen will, nutzt den Jagdschloss-Express ab Binz oder den Rasenden Roland (Haltepunkt Jagdschloss Granitz).
Öffnungszeiten
Museum, Eintritt kostenpflichtig; Öffnungszeiten saisonal – vor der Anfahrt prüfen.
Höhe/Aussicht
Tempelberg 107 m; Turmplattform 144 m über NN.

Seebrücke Sellin

Mit 394 Metern die längste Seebrücke Rügens, 1998 im Stil der historischen Bäderarchitektur mit Restaurant über dem Wasser wiedereröffnet. Sie liegt am Fuß eines Steilufers, hinab führt eine breite Freitreppe.

Anfahrt
Über Bergen Richtung Binz, weiter auf der Ostseebäder-Landstraße nach Sellin; die Brücke liegt am Ende der Wilhelmstraße unterhalb des Hochufers.
Motorrad-Parken
Parkplätze im Ort oberhalb der Steilküste; hinunter zur Brücke zu Fuß.
Öffnungszeiten
Steg frei begehbar; Restaurant und Tauchgondel kostenpflichtig.

Putbus – die "weiße Stadt"

1810 von Fürst Wilhelm Malte I. als klassizistische Residenz am Reißbrett angelegt: weiß verputzte Häuser, der kreisrunde Circus mit Obelisk und der weitläufige Schlosspark. Zugleich zentraler Bahnhof des Rasenden Roland.

Anfahrt
Über die Landstraße von Bergen auf Rügen nach Putbus.
Motorrad-Parken
Parkplätze am Circus und am Markt im Ortszentrum.
Öffnungszeiten
Stadt und Schlosspark frei zugänglich.

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